PE (Prozesseinheiten)

Prozesseinheiten im Überblick

Die heutige Arbeitswelt verlangt von den Kaufleuten ein verstärktes prozessorientiertes und bereichübergreifendes Denken und Handeln. Betriebliche Abläufe müssen erkannt, verstanden und festgehalten werden können. Dazu gehören insbesondere Selbständigkeit, analytisches Vorgehen, Präsentationstechnik und vernetztes Denken. Diese Kompetenzen müssen sich die angehenden Kaufleute erarbeiten, damit sie optimal gerüstet in das spätere Geschäftsleben starten können. Die Arbeit der Lernenden soll sich nicht nur auf isolierte Tätigkeiten beschränken. Vielmehr gibt man dem Auszubildenden die Möglichkeit den ganzen Arbeitsvorgang selbstständig durchzuführen, damit er die Hintergründe seiner Tätigkeit versteht. Das mit den Prozesseinheiten geschaffene Instrument erlaubt die genannten Fähigkeiten zu fördern und diese zu überprüfen.

Was sind Prozesseinheiten?

Es sind Tätigkeiten, bei deren Ausführung die Lernenden bewusst lernen. Die Prozesseinheiten werden im Betrieb durchgeführt.
Die Prozesseinheiten vermitteln alltägliche, dynamische (sich verändernde) Arbeitsabläufe in einem Unternehmen oder spezifische Abläufe in einem Arbeitsbereich.

Umsetzung im Betrieb

Der Lernende erhält von seinem Lehrbetrieb einen schriftlichen Auftrag, der das Thema, die konkreten Aufgaben/Arbeitsschritte und das vorgegebene Lernjournal enthält. Der Auszubildende setzt sich intensiv und selbstständig mit diesem Auftrag auseinander. Weitere Details zur Aufgabenstellung und den Formularen entnehmen Sie dem Branchen Modelllehrgang – Register – Prozesseinheiten.
Bei jeder Prozesseinheit muss der Lernende den betrieblichen Ablauf in Form eines Flussdiagramms darstellen. Damit eine Nachhaltigkeit erreicht werden kann, muss der Lernende den ganzen Prozess (oder Teile daraus) mindestens dreimal selbst bearbeitet oder daran mitgearbeitet haben.
Parallel zur Prozesseinheit führen die Lernenden ein spezielles Lernjournal. Sie notieren darin ihre Erfahrungen, ihre positiven wie auch negativen Erlebnisse und lassen ihre Denkschritte nochmals Revue passieren. Verbesserungsvorschläge zu ihrem eigenen Verhalten notieren sie ebenfalls. Aus den gewonnenen Erkenntnissen ziehen sie die Konsequenzen für ihr zukünftiges Handeln. Nachdem der Lernende in einem solchen Prozess gearbeitet hat, bewertet der Lehrmeister aufgrund festgelegter Beurteilungskriterien, in welchem Mass der Lernende die Prozesseinheit versteht und beherrscht.
Die Prozesseinheiten müssen jeweils spätestens 4 Wochen vor dem nächsten überbetrieblichen Kursfenster dem zuständigen üK-Leitenden zugestellt werden. Im überbetrieblichen Kurs präsentiert der Lernende seine Arbeit, die dann zusätzlich vom üK-Leitenden unter andern Gesichtspunkten als im Betrieb bewertet wird.In jedem der drei Lehrjahre findet obligatorisch die Durchführung und Bewertung einer Prozesseinheit statt. Die Durchschnittsnote, die die Lernenden für ihre drei geleisteten Arbeiten erhalten, fliesst als weiterer Bestandteil zu einem Viertel in die betriebliche Lehrabschlussprüfung ein. Weitere Details entnehmen Sie dem jeweiligen Branchen Modelllehrgang.

Lernende, die ihre kaufmännische Berufsausbildung an einer privaten Handelsschule (PHS) absolvieren, erarbeiten während dem Praktikumsjahr zwei Prozesseinheiten (PE), die PE 2 und eine speziell konzipierte PE 3. Die dritte Prozesseinheit ist ganz auf die Bedürfnisse und das Anforderungsprofil der Lernenden von privaten Handelsschulen zugeschnitten und ermöglicht auch ihnen eine vorbereitete Präsentation im dritten überbetrieblichen Kurs. Aus diesem Grund wurde für die Lernenden der privaten Handelsschulen eine PE 3 mit spezieller Aufgabenstellung entwickelt, die ihnen hier als Download zur Verfügung steht.

PE3_SPEZIELLE_AUFGABENSTELLUNG_PHS

Hinweis

Mit nachfolgendem Link gelangen Sie auf eine Seite unserer Dachorganisation, welche nützliche Tips zum Thema PE enthält PE bei IGKG Schweiz.

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